Wenn wir an Vertrauen denken, haben wir oft ein Bild von Harmonie im Kopf:
Ein Kind, das bereitwillig kooperiert, unseren Vorstellungen folgt und ein unkomplizierter Alltag, der uns als Familie durch den Tag trägt.
Doch wahres Vertrauen geht viel tiefer.
Es stellt uns die essenzielle Frage:
„Bin ich wirklich sicher, gehalten und geborgen bei dir?“🤔
Kooperation ist nicht gleich Vertrauen
Oft verwechseln wir ein „braves, folgsames“ Kind mit einem Kind, das uns vertraut.
Doch Kooperation kann viele Gesichter haben.
Sie kann auch aus dem Wunsch entstehen, Konflikte zu vermeiden oder Belohnungen zu erhalten.
Diese Kinder wirken nach außen hin oft ruhig, tragen aber oft einen inneren Stress mit sich.
Sie trauen sich nicht, zu widersprechen oder sogenannte „negative“ Gefühle zu zeigen.
Aus Angst vor emotionalem Schmerz schneiden sie einen Teil ihres Inneren ab, um sich anzupassen.
Ein Kind, das wahrhaft im Vertrauen ist, braucht diese Maske nicht, denn es weiß:
Ich darf all meine Gefühle zeigen – auch die unliebsamen.
Ich muss keine Angst vor Bestrafung haben.
Ich darf „Nein“ sagen, ohne dass unsere Verbindung bricht.
Ich bin grundsätzlich willkommen, so wie ich bin.
Wahre Verbundenheit zeigt sich im Risiko: Ein Kind, das vertraut, traut sich auch Konflikte zu.
Denn es weiß, dass die Liebe der Eltern ein sicherer Ankerplatz ist, der auch bei Sturm hält.⚓️
Vertrauen wächst vor allem im Sturm, nicht nur bei Sonnenschein🌞
Wir wünschen uns alle, dass unsere Kinder uns blind vertrauen.
Doch wir müssen verstehen: Vertrauen wächst nicht nur aus den leichten, glücklichen Momenten, sondern ganz besonders durch Herausforderungen.
Es festigt sich in den Momenten, in denen nicht alles perfekt ist, das Kind aber erfährt: „Ich kann mich auf meine Eltern verlassen, auch wenn es schwierig wird.“
Unterstützung und Verständnis in belastenden Situationen sind die Momente, die eine Beziehung durch das ganze Leben tragen.
5 Fragen für deinen inneren Kompass:
Wenn du zu deinem Kind die Bindung stärken möchtest oder vielleicht auch gerade an eurem Vertrauensverhältnis zweifelst, nimm dir einen Moment Zeit für diese 5 Fragen:
1. Vertraue ich mir selbst?
2. Kann ich meinem Kind vertrauen – auch wenn es mal anders reagiert, als ich es erwarte?
3. Kann mein Kind sich auf mich verlassen – besonders in den schwierigen Momenten?
4. Was darf sich in unserer Beziehung noch verändern oder verbessern?
5. Wie kann ich diesem Vertrauen im Alltag noch mehr Ausdruck verleihen?
Gemeinsam wachsen
Es gibt nie nur den einen, und vor allem nicht perfekten Weg...
Bindung und Vertrauen ist ein lebenslanger Prozess, der zwischen allen Beteiligten gemeinsam entsteht.
Und sich auch immer wieder neu definieren mag - auch wenn das sichere Grundgerüst längst steht.
Indem wir uns als Eltern öffnen – auch für unsere eigenen Emotionen –, schaffen wir den Raum, den wir uns vielleicht selbst in unserer Kindheit gewünscht hätten.
Die Bereitschaft, sich gegenseitig immer wieder wirklich zuzuhören und gemeinsam zu lernen, ist der entscheidende Schritt.
Denn Herausforderungen sind nicht nur da, um überwunden zu werden, sondern damit wir an ihnen gemeinsam wachsen können.
Möchtest du dieses Vertrauen im Alltag vertiefen?
Du willst die intensiven Emotionen deines Kindes achtsam begleiten können und deine eigene Haltung dazu stärken?
Schau Dich gerne auf meiner Webseite um. Ich begleite Dich gerne im 1:1 oder in der Gruppe.
Im SHOP findest du außerdem mein Audio-Set „Emotionale Freiheit“ und mein E-Book „Die Kunst der achtsamen Elternschaft“ – zwei wertvolle Begleiter für deinen Weg zu mehr Bindung und BewusstSEIN.
Ich freu mich auf dich!
Deine Sylvia Schütz

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