Kennst du das Gefühl, wenn dein Kind dich in einem Moment völliger Überforderung als sicheren Hafen sucht? Oft bricht die Welt für unsere Kleinen aus Gründen zusammen, die uns Erwachsenen völlig unbedeutend erscheinen: ein zerbrochener Keks, ein missglücktes Spiel oder ein schiefer Blick auf dem Spielplatz.
Doch in diesen Momenten geht es meistens gar nicht um den Keks – sondern um das Gefühl, gehört, gesehen und gefühlt zu werden.
Ein sicherer Hafen zu sein bedeutet auch nicht, immer alle Probleme sofort für dein Kind lösen zu müssen.
Oftmals ist das sogar kontraproduktiv, weil es die Erfahrung von Selbstwirksamkeit schmälert.
Hinter der Idee der achtsamen Elternschaft ist ein anderer Fokus ganz wesentlich: Einfach da zu sein und das Kind durch all seine Emotiionen durchzubegleiten. Mit allem was ist.
Jedes Kind braucht diesen einen Ort, von dem aus es die Welt erkunden kann und zu dem es jederzeit zurückkehren kann, wenn es Trost und Geborgenheit braucht. Nur wer weiß, dass er sicher landen kann, traut sich, immer höher zu fliegen.🦅
Hier sind 3 essenzielle Säulen, die dieses Urvertrauen bei deinem Kind stärken:
1. Präsenz ohne Bewertung
Wenn dein Kind von seinen Gefühlen übermannt wird, braucht es niemanden, der die Situation bewertet oder das Gefühl „abstellt“. Es braucht deine Präsenz und die Gewissheit: „Ich sehe dich, ich fühle dich. Und Du darfst genau so sein, wie du gerade bist. Ich bin für dich da.“ 💖
2. Emotionale Co-Regulation
Ein Kind kann seine stürmischen Gefühle noch nicht alleine sortieren. In diesen Momenten „leihst“ du ihm dein Nervensystem. Durch deine eigene Ruhe, deinen Atem und deine achtsame Nähe bleibst du selber leichter in deiner Mitte und dein Kind kann sich an dir orientieren. Du hilfst ihm damit, aus dem emotionalen Chaos wieder Ordnung zu machen.
3. Bedingungslose Annahme
Durch einen Hafen, der immer offen ist, erhält dein Kind tiefe Gewissheit, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Es spürt: „Egal, was passiert ist, egal wie "schwierig" ich mich gerade gezeigt habe – ich kann jederzeit zurückkehren und werde willkommen geheißen. Auch wenn meine Eltern nicht alles gutheißen, was ich tue oder wie ich mich ausdrücke - es ändert nichts an ihrer Liebe zu mir.
Fazit: Verantwortung übernehmen - weil wir der Anker⚓️sind
Dieses Fundament schenkt unseren Kindern das wertvollste Gut für ihr ganzes Leben:
Sie dürfen mit dem tiefen Urvertrauen groß werden, um ihrer selbst willen geliebt zu werden.
Wenn wir als Eltern lernen, den Raum für unsere eigenen Gefühle und die unserer Kinder zu halten, beginnt die Familie von innen heraus zu wachsen.
Das bedeutet nicht, dass ab jetzt immer alles „easy peasy“ ist oder wir perfekt funktionieren müssen. Konflikte und Stürme gehören zum Leben dazu.
Es bedeutet jedoch, dass wir uns von diesen Stürmen nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen lassen.
Die Integrität jedes Familienmitglieds bleibt gewahrt, weil wir unseren Werten treu bleiben und immer wieder zu unserem gemeinsamen Ausgangspunkt zurückkehren.
Wir sind jetzt die Großen. Und keine Kinder mehr, die im emotionalen Sturm verloren gehen. Wir übernehmen die Verantwortung, gehen voraus und bieten den Schutz, den unsere Kinder brauchen. Sie dürfen uns folgen, sich ausprobieren und die Welt entdecken – immer im Wissen, dass ihr sicherer Hafen auf sie wartet.🗼
Frage an Dich:
In welcher Phase befindet sich Dein Kind gerade und welche Herausforderungen hast Du aktuell?
Fällt es Dir leicht oder schwer, der Hafen für Dein Kind zu sein?
Schreib es mir gern. > Kontakt
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