Konflikte entstehen meistens dort, wo kein Verständnis liegt.
Doch Hand aufs ❣️Herz: Wie oft erwarten wir von unseren Kindern, dass sie sich wie „kleine Erwachsene“ verhalten?
Wir projizieren unsere Logik auf jemand, der die Welt noch ganz intuitiv und emotional erlebt.
Um diesen Kreislauf aus Unverständnis und Kontrolle zu durchbrechen, hilft oft ein Blick zurück zu uns selbst.
Der Spiegel unserer Kindheit
Warum triggern uns bestimmte Verhaltensweisen unserer Kinder oft so extrem?
Es sind es die unerfüllten Bedürfnisse und Erfahrungen aus unserer eigenen Kindheit, die uns immer noch steuern. Solange wir es (unbewusst) zulassen.
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Projektion: Wir erwarten, dass unsere Kinder so funktionieren, wie wir es mussten.
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Kontrolle: Wo wir kein Vertrauen in uns selbst haben, versuchen wir, das Kind zu stark zu steuern.
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Authentizität: Wenn wir Anteile von uns versteckt halten, fühlen wir uns unwohl – und das strahlen wir aus.
Kinder einfach Kinder sein lassen
Kinder wählen oft Wege, die uns unvernünftig erscheinen, für sie selber aber in diesem Moment die einzig richtigen sind.
Ihre Reaktionen sind Ausdruck von Gefühlen, die sie noch nicht in Worte fassen können, doch die durch das limbische System, das maßgeblich für die Entstehung und Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, bereits hochaktiv sind.
Ein Verhalten, das mit logischem Verhalten, Impulskontrolle und vorausschauendem Planen gekoppelt ist, ist hier noch nicht möglich. Denn das menschliche Gehirn braucht viel Entwicklungszeit. Erst mit etwa 25 Jahren ist es vollständig ausgereift und ähnelt somit bis dahin einer Dauerbaustelle.
Wenn wir all das berücksichtigen und (wieder) lernen, die Welt mehr durch die Augen unserer Kinder zu sehen, öffnen wir die Tür für mehr Empathie statt ständiger Maßregelung.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als mein Sohn wegen einer falsch geschnittenen Banane das erste Mal einen richtigen Tobsuchtsanfall bekam und ich völlig verblüfft und kurz wie erstarrt war.
Solche kindlichen Reaktionen zeugen nicht von böser Absicht und bedeuten auch nicht, dass wir uns als Eltern hier nun rigoros durchsetzen müssen. Das kindliche Gehirn ist in solchen Augenblicken einfach mit der emotionalen Regulation völlig überfordert.
Wir dürfen damit aufhören, von Kindern zu verlangen, dass sie unsere Erwachsenenwelt vestehen sollen und sie für ihr natürliches Unverständnis zu bestrafen.
Was uns als Nichtigkeit erscheint, kann für sie riesig sein
Wir haben bereits viele Jahre an Lebenserfahrung hinter uns und unser Gehirn weiß deshalb mittlerweile, dass ein verlorenes Plüschtier ersetzt werden kann oder ein kleiner Streit mit dem besten Freund meistens nicht das Ende der Welt ist.
Kinder dürfen all dies erst erfahren und für sich einordnen lernen. Wenn wir solche Momente klein reden oder lächerlich machen und Dinge sagen wie: "Stell dich nicht so an", "Was ist denn daran jetzt so schlimm?" oder: "Ist doch nichts passiert...", vermitteln wir den Eindruck, das ihre Gefühle nicht so wichtig oder sogar falsch sind.
Wenn Kinder das über einen längeren Zeitraum immer wieder so erfahren, passiert mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass sie sich nicht verstanden und alleingelassen fühlen, sich daraufhin innerlich zurückziehen oder vielleicht auch massiver in ihren Gefühlsausbrüchen werden.
Vorangehen statt kontrollieren💫
Viele Eltern haben Angst, dass ohne ständige Kontrolle alles im Chaos versinkt.
Doch das Gegenteil ist der Fall, wenn wir uns selbst immer wieder voller Liebe und Vertrauen als Mütter und Väter annehmen und die Verantwortung übernehmen. Für unsere Kinder und vor allem auch für uns selbst.
Trigger und emotionale Ausbrüche, die bei uns Erwachsenen im Zusammenhang mit dem Verhalten unserer Kinder zutage treten, haben ganz oft damit zu tun, dass wir selber nicht gelernt haben, wie man Emotionen regulieren, geschweige denn bei anderen begleiten kann. Genausowenig, wie es vermutlich unsere eigenen Eltern nicht gelernt haben und die Generationen davor erst recht nicht.
Doch genau dieser Wunsch ist bei den meisten Müttern und Vätern groß: Kindern einen Rahmen zu schenken, der sie auffängt und in dem sie sich dennoch ausprobieren und ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen.
Fazit:
Indem du dich selbst, deine Werte und deine innere Wahrheit immer besser verstehst und danach auch enstprechend handelst, schaffst du eine Atmosphäre, in der Gelassenheit und Vertrauen euer „neues Normal“ werden können. Genau so, wie du es dir immer gewünscht hast! ⚓️✨
3 Schritte aus dem Perspektivwechsel für dich:
Der Weg zurück zu deinem wahren, authentischen Selbst läuft nicht immer geradeaus, doch oft sogar einfacher als du jetzt vielleicht denkst. Du hast dir möglicherweise nur selber die Sicht versperrt. Durch aufrechterhaltene Konstrukte, innere Saboteure und einer Fassade, die dich vielleicht früher augenscheinlich schützte, doch im Hier und Jetzt nicht mehr dienlich für dich ist.
3 Blickwinkel für dich selbst:
- Die Sicht des Kindes: Atme kurz durch und frage dich: Wie sieht die Situation gerade aus der Perspektive meines Kindes aus?
- Selbstreflexion: Welche Erinnerungen aus meiner Kindheit beeinflussen mich gerade? Was ist mein eigentliches Bedürfnis hinter der Wut oder der Kontrolle?
- Veränderung wählen: Wenn Emotionen dich regelmäßig überwältigen, ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Aufforderung, sich für etwas anderes zu öffnen.
Dieses Andere findest du bei mir. Und hier unten ⬇️den Kontaktbutton. 💌
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