Ob unsere Arbeit, unsere Abläufe, unsere Gedanken, unser Körper und letztendlich auch unsere Seele: Der Optimierungswahn findet sich gefühlt überall in unserer Welt.
Nichts und niemand scheint jemals gut genug.
Wir besuchen Selbstliebe-Kurse, lesen unzählige Ratgeber und versuchen, die „beste Version“ unserer selbst zu werden.
Doch das meiste davon fühlt sich wie eine weitere Aufgabe auf unserer To-Do-Liste an und nach dem ständigen Versuch, uns zu „reparieren“ - als wären wir ein kaputtes Gerät, das (wieder) reibungslos funktionieren muss.
Doch was, wenn wir einfach mal den Blickwinkel ändern? Und was, wenn Heilung nicht bedeutet, Makel ungeschehen zu machen, sondern sie als Teil
unserer Geschichte und in unserem SO SEIN anzuerkennen?
Heilung ist kein "Zurücksetzen auf Werkseinstellungen"
Achtsamkeit, wie ich sie erfahre, bedeutet nicht, den Schmerz wegzumeditieren oder so zu tun, als gäbe es keine Brüche in unserer Biografie.
Ein Riss in unserem Leben – sei es durch traumatische Erlebnisse, eine schwere Krise oder das Gefühl der Leere oder emotionaler Abhängigkeit – hinterlässt Spuren.
In der "modernen Achtsamkeit" wird oft versucht, diese Spuren zu glätten, damit wir wieder schnellstmöglich einsatzbereit sind.
Doch du bist kein Produkt.
Dein Leben ist kein glatter Instagram-Feed.
Die Risse in deiner Seele erzählen davon, dass du gelebt, geliebt und an vielen Stellen vielleicht auch (vergeblich) gekämpft hast. Und Heilung bedeutet aus meiner Sicht nicht, diese Risse zu verstecken, sondern sie würdevoll zu tragen.
Unsere Narben sind nicht Zeichen von Schwäche, sondern der Beweis dafür, dass wir lebendig sind.
Und es sind genau diese „Goldnähte“ unserer Seele, die uns besonders kostbar machen. Denn jede Narbe erzählt eine Geschichte von Herausforderungen, vom Hinfallen, wieder Aufstehen und über sich selbst Hinauswachsen.⚓️✨
Vom „Vollabern“ zur inneren Stille
Wir leben in lauten Zeiten. Überall begegnen uns Menschen, die uns mit großen Versprechen erklären wollen, wie wir unser Leben in den Griff bekommen.
Doch echte Veränderung kann nicht im Lärm von Selbstdarstellung geschehen.
Sie passiert vor allem in leisen (und auch nicht immer einfachen ) Momenten.
In denen wir innehalten, vielleicht vor einem Berg aus Chaos sitzen und beginnen, uns selbst wieder wirklich spüren zu können. Genau so, wie wir in diesem Moment
sind – unperfekt perfekt, unfertig und doch vollkommen.
Wenn wir uns trauen, den Druck der ständigen Optimierung loszulassen, finden wir den sicheren Hafen in uns selbst.
Wir hören endlich auf, gegen unsere eigene Biografie anzukämpfen, sondern fangen an, uns wirklich anzunehmen.
In unserer Essenz dessen, wie sie immer schon gedacht war.
Du kannst dich immer wieder für dich selbst entscheiden.
Und alles andere wird folgen.
Nicht immer geradlinig.
Nicht immer sofort.
Doch immer wieder im sicheren Kontakt und im Vertrauen mit dir selbst.
Ein sicherer Hafen für deine Unvollkommenheit
Stell dir vor, du betrachtest dein Leben wie ein wertvolles Gefäß.
Es hat vielleicht schon viele Risse bekommen, vielleicht ist sogar ein Stück herausgebrochen.
Anstatt zu versuchen, den Schaden unsichtbar zu machen, füllen wir diese Stellen mit Achtsamkeit, Selbstmitgefühl und Annahme.
Diese „Goldnähte“ machen das Gefäß nicht nur wieder ganz, sie lassen es schöner und stärker strahlen als zuvor.
Mein Wunsch für dich:
Dass du erkennst, dass du nicht repariert werden musst.
Dass du wachsen darfst und dennoch schon GANZ bist.
Mit all deinen Ecken und Kanten und deiner ganz persönlichen, ureigenen Geschichte.
Gemeinsam schaffen wir einen Ort, an dem jedes Licht seinen Platz findet und jede Narbe als Teil eines wunderschönen Ganzen gesehen wird.
Kontaktier mich gerne und wir finden gemeinsam heraus, wie ich dich auf deiner Reise unterstützen kann.
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