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Wenn das Herz erst nachreisen muss und die Liebe zum Kind noch wachsen darf.

„Manchmal ist der Körper schon längst im neuen Alltag angekommen, während die Seele noch am Ufer steht und zögert – als müsste das eigene Herz erst die Koordinaten dieser neuen Welt finden, bevor es ganz im Hafen der Mutterschaft anlegen kann.“ 💞

 

Es scheint für die ganze Welt selbstverständlich zu sein, dass sich eine Frau mit dem Moment der Geburt ihres Kindes – wie durch das Umlegen eines Schalters – auch als Mutter erlebt.


Mit all den erwarteten Gefühlen und Idealvorstellungen, die dieser Rolle üblicherweise zugeschrieben werden. 

 

Solche Erwartungshaltungen sind verständlich, doch für so manche Frau kann sich genau das  wie ein emotionaler Ballast anfühlen. 


Die neue Identität als Mama erscheint nicht auf Knopfdruck. 


Sie darf sich auch leise und sanft im Laufe des ersten Lebensjahres entwickeln.

Wie ein stilles Einschwingen und Nachreifen.


Immer wieder höre ich von Müttern, dass sie erst etwa ab dem 1. Geburtstag ihres Kindes, diese innere Annahme voller Stolz tragen: „Ja, ich bin tatsächlich Mama dieses kleinen, wunderbaren Wesens.“

Wenn die Worte noch fremd klingen

Anfangs klingen diese Worte: "Ich bin Mutter" oft noch befremdlich.


Fast wie eine Rolle in einem Film, die man gefühlsmäßig noch gar nicht komplett eingenommen hat.


Sie bis dahin auch gar nicht einnehmen konnte.


Weil die Erfahrung, ein Baby zu bekommen, mit nichts, was man bisher erlebt hat, zu vergleichen ist. 


Und daraus entwickeln sich im Laufe der Zeit oft ganz besondere Wünsche und Gefühle, die man vorher noch nie auf diese Weise und so stark empfunden hat: Das Baby vor allen Gefahren bewahren zu wollen z B, es glücklich und zufrieden zu sehen und es so liebevoll wie möglich zu umsorgen. 


Über all dem steht die Bereitschaft, volle Verantwortung für ein neues Leben anzunehmen. 


Und für viele Frauen zeigt sich genau hier zugleich eine Herausforderung und ein Lernprozess:

  • Sich dem engen, körperlichen Kontakt hinzugeben, den ein Baby und Kleinkind benötigt.
  • Diese ständige Nähe und Berührungen wie selbstverständlich zuzulassen und, insbesondere wenn die Mutter stillt:
  • Als Alleinversorgerin einen kleinen Menschen zu ernähren.

Das alles kann anstrengend sein und auch mit ungewohnten Gefühlen empfunden werden.


Vor allem auch dann, wenn nicht alles gleich im Mama-Baby-Alltag so klappt, wie man es sich vielleicht vorgestellt hatte. 

 

Auch die Pflege des Kindes (das Wickeln, Anziehen, Baden usw), sowie die Bedürfnisse eines Säuglings trotz Schlafmangels zu begleiten, ohne sich selbst dabei zu verlieren, erfordert mitunter ganz neue "Skills", während man sich langsam in der neuen Welt aus Nähe und Fürsorge zurechtfindet. 

Das Echo der eigenen Geschichte

In uns schwingen unbewusst all die Erfahrungen mit, die wir selbst als Kind mit unserer eigenen Mutter gemacht haben.


Und wie eng das Thema Mutterschaft mit der eigenen Geschichte verwoben ist, wird häufig  unterschätzt.

 

Die ureigene Bindungsbiografie bestimmt im Hintergrund immer mit, wie leicht oder schwer es uns fällt, uns auf das neue Leben mit Baby  einzulassen. 


Unsere Kindheit und vor allem die Beziehung zu unseren Bezugspersonen ist prägend. 


Sie beeinflusst und formt besonders das Gehirn und unsere Erwartungen an die Welt.


Inklusive der Art und Weise, wie Bindungen wahrgenommen und eingegangen werden.


Alte, oft vergessene Muster, können gerade jetzt aufbrechen und spürbar machen, was die Reise zur eigenen Mutterrolle beeinflusst.


Und das bedeutet: 

Mama zu werden ist immer auch eine Einladung an sich selbst, die eigene Geschichte und möglicherweise alte Wunden liebevoll anzuschauen, um Platz für eine neue, sichere Basis zu schaffen.

Bonding ist ein lebenslanger Weg

Mit dem Reflektieren der eigenen Prägungen, dem Einlassen auf das Neue und den wachsenden Muttergefühlen kann sich das emotionale Band, auch gerne Bonding genannt, immer mehr ausdehnen. 


Auch die Bereitschaft, auf die Signale und Bedürfnisse des Kindes wie Nähe, Schutz, Sicherheit und Trost so feinfühlig wie möglich zu reagieren, wächst.


Tiesfes Verstehen und Vertrauen entsteht. 


Und genau daraus kann der sichere Hafen aufsetzen, den wir uns für unsere Kinder - und auch für uns selbst - so sehr wünschen. ⚓️


Doch dieser Prozess des Annähernd und Erkennens endet nicht nach dem ersten Lebensjahr des Babys.


Vielmehr ist es ein lebenslanges Echo und Heranreifen unserer eigenen Bindungsfähigkeit.


Jedes Mal, wenn wir uns in eine neue Phase mit unserem Kind begeben, dürfen wir uns Fragen stellen wie:

  • Wo stehe ich gerade?
  • Bin ich in einer meiner Erwartungsrollen gefangen oder in echter Verbindung?
  • Was darf ich zulassen? 
  • Und was kann ich Sein lassen? 

Wahre Mütterlichkeit bedeutet deshalb auch, sich selbst gegenüber ein guter Schützling zu sein:


Geduldig und entspannt mit sich und  dem eigenen Weg zu bleiben und zu erkennen, dass Verbundenheit nicht immer auf Knopfdruck zu entstehen hat, sondern vor allem durch das gemeinsame Sein und Wachsen – Schritt für Schritt, Herzschlag für Herzschlag. 💝

Dein Weg zu sicherer Bindung & emotionaler Freiheit


Wenn du spürst, dass du auf dieser Reise – ob noch in der Schwangerschaft oder bereits mit deinem Baby im Arm – gerne mehr Input & Begleitung hättest, bin ich gerne für Dich da.

 

Hier sind 3 Wege (in Präsenz in München oder online), wie wir gemeinsam deinen sicheren Hafen bauen können:

 

⚓️ Ab der Schwangerschaft: SAFE® – Sichere Bindung von Anfang an

Im SAFE®-Elternkurs begleite ich dich dabei, die Signale deines Kindes von Anfang an leichter zu verstehen und deine eigene Bindungsgeschichte zu integrieren. Auch Väter sind in diesem Kurs ausdrücklich erwünscht. 

Mehr über SAFE® erfahren

 

⚓️ Wenn dein Baby schon da ist: Das Basic-Bonding-Programm "Glückskinder"

Du bist bereits Mutter / Vater und wünschst dir mehr Sicherheit im Umgang mit deinem Baby? Mein Bonding-Programm unterstützt dich dabei, Stress abzubauen, die körperliche Nähe zu genießen und ganz im „Jetzt“ bei deinem Schützling anzukommen. Zum Bonding Programm

 

⚓️ Für deine innere Balance: Audios zur emotionalen Freiheit

Manchmal sind es uralte Muster und der "Papagei im Kopf“, die uns den Weg versperren. Meine dafür entwickelte, kleine Audio-Reihe unterstützt dich dabei, emotionalen Ballast loszulassen, dein inneres Kind zu halten und in deine volle Kraft zu finden. Zu den Audios


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💝lichen Dank & alles Liebe 

Deine Sylvia Schütz 


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